Details zu „Separatismus und Geostrategie“ von Henning Lindhoff

Buchcover Separatismus und Geostrategie
Verhalten gemäß Rezi-Kodex

Titel Separatismus und Geostrategie

Untertitel Der Protostaat als Werkzeug

Autor

Veröffentlichung

Seiten 126

Klappentext
Waffen für die IRA +++ Unterstützung der ETA +++ Bürgerkrieg in der Ostukraine +++ Haben russische Geheimdienste ihre Hände im Spiel? Ein Staat entsteht nicht von jetzt auf gleich. In der Juristerei kennt man den Begriff „Protostaat“. Dieser Protostaat gilt nach offizieller Lehrmeinung als Werkzeug zur Rechtsprechung und Konfliktschlichtung zwischen streitenden Gemeinschaften. Ausgehend von dieser Definition passen einige der in der Menschheitsgeschichte bislang ausgerufenen Volksrepubliken, wie aktuell auch die VR Lugansk und VR Donezk in der Ostukraine, sowie ähnliche provisorische Staatengebilde und ihre Vorläufer, nicht so recht ins Bild. Wie vor allem anhand der Ereignisse in der Ostukraine anno 2015 ersichtlich wird, wird in solchen Konstrukten kaum wirklich Recht gesprochen. Vielmehr werden Volksgruppen gegeneinander aufgehetzt. Als Grundlage für einen Rechtsstaat sind die beiden jungen Republiken genauso wenig vorstellbar wie es ihre zahlreichen historischen Vorbilder waren. Es stellt sich also die Frage, ob ein Protostaat immer nur mit rechtspflegerischer und friedensstiftender Absicht der Einheimischen gegründet wird, oder ob nicht doch auch Interessen aus dem Ausland eine Rolle spielen, ob also Protostaaten nicht vielleicht auch Waffen im geopolitischen Wettstreit darstellen. Dieser Frage wird in diesem Buch nachgegangen. Dargestellt wird, inwiefern die Unterstützung von Protostaaten im verfeindeten Ausland im Interesse einer geopolitisch bedeutenden Macht steht und dass der Initialfunke zur Gründung eines Protostaates oft mittels militärischer und geheimdienstlicher Unternehmungen gezündet wurde und wird. Im Fokus der Untersuchungen werden die diesbezüglichen Aktionen der sowjetischen Regierung während des Kalten Krieges stehen. Um jedoch zu zeigen dass auch westlichen Regierungen das Werkzeug namens „Protostaat“ nicht unbekannt ist, wird auch von der französischen Unterstützung für den rheinischen Separatismus in den 1920er Jahren erzählt. Ziel ist es, anhand historischer Beispiele die grundlegenden Strategien der Operationen zur Gründung und Unterstützung separatistischer Protostaaten im Ausland aufzuzeigen. Inklusive Interviews mit Jeffrey Richard Nyquist, Boris Chykulay und Torsten Mann. „Ein Autor, der sauber recherchiert, einleuchtend argumentiert und flott schreibt. Man wird sich Henning Lindhoff merken müssen.“ - Bruno Bandulet, ehem. Chef vom Dienst bei „Die Welt“ -

Buchbeschreibung
Den „Separatismus“ erklärt Carl Creifelds‘ renom-miertes Rechtswörterbuch in seiner elften Auflage als „innenpolitische Bewegung, die auf Abtrennung eines Teiles des Staatsgebietes gerichtet“ (Creifelds, 1992) sei. Die Frage, ob eine solche Bewegung immer nur innenpolitische Bezüge aufweist, bildet den Gegen-stand der nachfolgenden Erörterungen.
Ein Staat entsteht nicht von jetzt auf gleich. In der Juristerei kennt man den Begriff „Protostaat“, der laut Online-Lexikon Jurispedia „eine Vorstufe in der na-türlichen Staatenbildung“ (Jurispedia, 2015) darstellt. Die Entwicklung von Protostaaten diene „der zwi-schenmenschlichen Konfliktregelung. Die häufig es-kalierenden Friedensverhandlungen und Schlichtun-gen unter Männern der Stammeskulturen führten aus Leiderfahrungen zur Bildung staatlicher Gerichte, die nicht mehr im Konsens des Friedensgespräches, son-dern autoritär durch Richter oder Könige entschie-den.“ Anhand des Aktes der kollektiven Anerken-nung eines formalen Richteramts könne rückblickend ein Protostaat erkannt werden, so die Autoren des Nachschlagewerks. Der Protostaat gilt somit als Werkzeug zur Rechtsprechung und Konfliktschlich-tung zwischen streitenden Gemeinschaften. Auf die-ser Kompetenz aufbauend wachsen im Laufe der Zeit die weiteren Arme der Staatskrake.
Ausgehend von dieser Definition passen einige der in der Menschheitsgeschichte bislang ausgerufenen Volksrepubliken, wie die VR Lugansk und VR Do-nezk in der Ostukraine der Jahre 2014 und 2015, so-wie ähnliche provisorische Staatengebilde und ihre Vorläufer, nicht so recht ins Bild. Wie vor allem an-hand der Ereignisse in der Ostukraine anno 2015 er-sichtlich wird, wird in solchen Konstrukten weniger Recht gesprochen, als Volksgruppen gegeneinander aufgehetzt. Als Grundlage für einen Rechtsstaat sind die beiden jungen Republiken genauso wenig vor-stellbar wie es ihre zahlreichen historischen Vorbilder waren. Es stellt sich also die Frage, ob ein Protostaat immer nur mit rechtspflegerischer und friedensstif-tender Absicht der Einheimischen gegründet wird, oder ob nicht doch auch Interessen aus dem Ausland eine Rolle spielen, ob also Protostaaten nicht viel-leicht auch Waffen im geopolitischen Wettstreit dar-stellen.
Dieser Frage werde ich in diesem Buch nachgehen. Ich werde darstellen, inwiefern die Unterstützung von Protostaaten im verfeindeten Ausland im Interesse einer geopolitisch bedeutenden Macht steht und dass der Initialfunke zur Gründung eines Protostaates oft mittels militärischer und geheimdienstlicher Unter-nehmungen gezündet wurde und wird.
Im Fokus meiner Untersuchungen werden die diesbe-züglichen Aktionen der sowjetischen Regierung wäh-rend des Kalten Krieges stehen. Um jedoch zu zeigen dass ebenso westlichen Regierungen das Werkzeug namens „Protostaat“ nicht unbekannt ist, werde ich auch von der französischen Unterstützung für den rheinischen Separatismus in den 1920er Jahren erzäh-len. Mein Ziel ist es, anhand historischer Beispiele die grundlegenden Strategien der Operationen zur Grün-dung und Unterstützung separatistischer Protostaaten im Ausland aufzuzeigen.

Leseprobe www.dropbox.com/s/6hlyba … /Probekapitel%20ETA.pdf?dl=0

Indie/SP Ja

Jugendbuch Nein

Haupt-Genre Sachbuch

Genres Sachbuch

Geeignet für (Alter) von 1 bis 99

Erhältlich als
E-Book (mobi), ASIN B00YLI3COI Taschenbuch, ISBN 978-1508716167

Rezensionsexemplare E-Book (mobi)

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